Wenn Ex-Fußballer jetzt auf MMA-Kämpfer machen..
Genau das ist der Fall, beim geplanten Event von ,,OKTAGON“ im Herbst. Dabei werden die beiden Ex-Fußballprofis Kevin Pannewitz und Martin Fenin aufeinandertreffen.
In der jüngsten Vergangenheit haben wir schon oft gesehen, dass unser Sport, sei es Boxen oder MMA ,,zweckentfremdet“ wird und YouTuber, TikToker und Influencer gegeneinander antreten und die Zuschauerzahlen explodieren. Für die einen Fluch, für die anderen ein Segen.
Diesmal wird es aber auf die Spitze getrieben, zwei ehemalige Fußballer werden nun im MMA gegeneinander kämpfen. Versprechen tut sich die Veranstaltungsreihe ,,OKTAGON“ davon natürlich steigende Zuschauerzahlen und mehr Profit.
„Ich will mir und allen da draußen beweisen, dass man alles schaffen kann, wenn man es wirklich will! Der Sportler in mir wird jetzt die härteste Sportart der Welt, MMA, bezwingen“, sagte Pannewitz der Bild.
Zum genauen Datum und Ort gibt es aktuell noch keine offiziellen Infos – angepeilt wird wohl laut Insidern ein Tag im Herbst -, was jedoch feststeht, ist das Gewicht, das die beiden Debütanten bei ihrem Kampf nicht überschreiten werden dürfen. Und das wird laut vielen Experten wohl ein großes Problem werden..
Das Limit wurde bei 83 Kilogramm in einem ,,Catchweight“ festgelegt, Pannewitz, der auch schon als Fußballer mehrmals Probleme mit seinem Gewicht hatte, wog vor Trainingsbeginn Anfang März jedoch ganze 139 Kilogramm. Es müssen also mehr als 50 Kilo weg. Ein Ding der Unmöglichkeit, denkt sich Martin Fenins Frau, die mit folgenden Worten von „OKTAGON MMA“ zitiert wurde: „Ich glaube nicht, dass er es schafft“.
Pannewitz galt seinerzeit als großes Talent im deutschen Fußball, hat allerdings eine eher semi-erfolgreiche Karriere hingelegt. Aufgrund von Skandalen und Undiszipliniertheiten konnte er es nicht zu mehr schaffen. Nach seiner Karriere arbeitete er als Straßenreiniger, bevor er sich eine gewisse Reichweite im Internet aufbauen konnte.
Sein Kontrahent Fenin darf auf eine um einiges erfolgreichere Fußballkarriere zurückblicken. Der ehemalige tschechische Nationalspieler absolvierte unter anderem 89 Bundesligapartien für Eintracht Frankfurt und traf dabei 14-mal, weiters stand der heute 35-Jährige bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz im Kader der Tschechen.
„Ich habe keine Angst, aber ich bin nervös. Das ist eine Riesenchance noch einmal Profi-Sportler zu sein. Wenn man sieht, wie die Jungs kämpfen, dann war Profi-Fußball Kindergarten“, so Fenin zur Bild.
Fenin fasste diesen Entschluss bereits im Oktober 2022 und ist seitdem im Training, gesucht wurde nur ein Gegner, der wurde mit ,,Panne“ nun gefunden welcher seit Anfang März trainiert.
FAZIT: OKTAGON verspricht sich wie viele andere Veranstalter die solch ,,Freak-Fights“ promoten einzig und allein finanziellen Profit. Kevin Pannewitz hat zudem eine Reichweite im Internet auf den einschlägigen Plattformen und ist mit bekannten ,,Influencern“ befreundet die das ganze auch noch pushen. Sportlich ist das ganze in meinen Augen absolut uninteressant, beide werden zum Zeitpunkt des Kampfes lediglich ein paar Monate Training auf dem Buckel haben, hier folgt nun normalerweise wenn überhaupt der erste Amateur-Kampf vor wenigen Zuschauern auf einer kleinen Hausgala, hier scheiden sich dann die Geister und Meinungen das diese Leute direkt vor großer Kulisse einen Profikampf bestreiten dürfen. Ein zweischneidiges Schwert, dafür bringt es mehr Aufmerksamkeit auf den Sport außerhalb der ,,Kampfsport-Bubble“.
OKTAGON hat solche ,,Freak-Shows“ meiner Meinung nach nicht nötig, sie füllen mit Top-Athleten wie beispielsweise Christian Eckerlin und Stephan Pütz große Hallen mit mehreren tausenden Zuschauern, dass es hier Menschen gibt die das ganze nicht korrekt finden und nicht unterstützen kann man verstehen. Andererseits, wenn es dem Sport hilft salonfähiger zu werden ist das eventuell der Preis den man dafür zahlt?!

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